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Zur Entstehung
Vieles, was zur Entstehung der Marxheimer Turnhalle zu erfahren ist, wurde mündlich weitergereicht. Dazu gehört auch, wie man zu dem Gelände kam, auf dem die Turnhalle gebaut
wurde. 35 Jahre nach Gründung der TSG wollte man nun endlich eine eigene Turnhalle bauen. Das Gelände bestand seinerzeit aus einigen Einzelparzellen, deren Besitzer Mitglieder der TSG waren. Die haben nun schweren
Herzens ihre Grundstücke der TSG geschenkt und es wurde eine große Parzelle daraus, deren Besitzer künftig die TSG Marxheim war.
Mit vielen Spenden und Eigenhilfe wurde dann mit dem Bau der Turnhalle begonnen. Jeder der konnte hat mit angepackt. Auch Sachspenden in Form von Baumaterialien wurden gerne
genommen. Im Jahre 1911 konnte dann die Turnhalle erstmals fertig gestellt werden, sodass sie benutzbar war.
Durch die Verpachtung der dazugehörigen Gaststätte, hatte der Verein von nun an zusätzliche Einnahmen, die zum Erhalt und Erweiterung der Turnhalle nötig waren.
Anfänglich war die Turnhalle innen noch etwas länger als heute, denn der Eingang zur Gaststätte befand sich in der Kreuzgartenstraße und der jetzige Eingang war früher noch
zur Halle gehörend. Hier war auch (in der Halle) der Treppenabgang in den Keller, indem sich die Toiletten befanden. Man ging also,wo jetzt die Eingangstür zur Gaststätte ist, in die Halle, um zu den Toiletten zu
gelangen. Heute unvorstellbar.
Anfang der 70er Jahre hat man sich dazu entschlossen, einen Anbau zu errichten, in dessen Kellergeschoss dann die lang ersehnten Umkleideräume untergebracht waren.
Gleichzeitig wurde die Halle um ein Feld gekürzt um hier den neuen Eingang zu errichten. Durch diese Umgestaltung hatte die Gaststätte und die Turnhalle endlich getrennte Toilettenanlagen und einen gemeinsamen
Eingang. Somit konnte der Gaststätteneingang in der Kreuzgartenstraße geschlossen werden. Der Anbau brachte aber noch eine Neuerung, nämlich den Einbau einer Ölheizung!
Was die Vereinsführung (mit unterschiedlichen Vorsitzenden und Vorstandsmitgliedern) bis hierher geschafft haben, war schon recht erstaunlich, in Anbetracht der geringen
finanziellen Mittel und Zuschüssen.
Ab Ende der 80er ging es dann mit der TSG richtig aufwärts! Neue Sportangebote, neue Geräte und zusätzliche Übungsleiter ließen den Verein von damals ca. 300 auf mittlerweile
1050 Mitglieder wachsen. Die Beiträge wurden schrittweise angepasst ebenso die Miete und Pacht der Gaststätte und Wohnung. Es wurden Rücklagen gebildet, mit denen weitere Sanierungen des Gebäudes vorgenommen wurden.
Diese sind in Stichpunkten: Dachsanierung, Neubau der Toiletten im Kellergeschoss, Sanierung der Halle mit zusätzlichen Einbauten wie Sportgeräten, oder Beschallungsanlage, Sanierung des Vereinszimmers,Umbau der
Heizungsanlage von Öl auf Gasbetrieb und nicht zuletzt der größte Brocken - die komplette Sanierung der Gaststätte und dazugehörigen Wohnung, also vom Keller bis zum Dach mit einem finaziellen Aufkommen von über
260.000,00 €! Dieser Betrag wurde von der TSG alleine finanziert, ohne Steuergelder oder sonstigen Spenden! Darauf ist der Schatzmeister der TSG besonders stolz! Und stolz ist auch der gesamte Vorstand, dass
die Turnhalle mit ihren 100 Jahren so dasteht wie sie da steht. Allerdings Zeit zum ausruhen gibt es nicht, denn schon sind die nächsten Maßnahmen in Planung. Denn auch hier gilt: Stillstand ist Rückschritt!
Das unsere Turnhalle für Marxheim sehr wichtig ist und war, zeigt ein kleiner Rückblick auf das kulturelle Leben in Marxheim. Schon in den ganz frühen Jahren wurde in der
Turnhalle ganz groß Fasching gefeiert. Die vereinseigene “Narrengilde” hat hier,bis zu ihrer Auflösung, ihre prunkvollen Sitzungen abgehalten. Jahre später wurden hier zwei Maskenbälle gehalten. Der eine gemeinsam
mit dem FC Marxheim, der zweite nur von der TSG. Auch wurde von der TSG jahrelang ein traditionelles Oktoberfest gehalten, bei dem es an nichts fehlte.
Doch auch für andere Vereine war die Turnhalle jahrelang eine zweite Heimstatt. Viele Jahre hat der Kleintierzuchtverein Marxheim seine Ausstellung hier präsentiert, die Kerb
wurde in der Turnhalle gefeiert, Vereins - und Seniorenweihnachtsfeiern abhgehalten, sowie in den letzten Jahren die beiden Sitzungen des MCV Marxheim, um nur einige zu nennen.
Auch Hochzeiten und Jubiläen sind in unserer Halle schon gefeiert worden, die man zu diesem Zweck immer sehr feierlich dekoriert hat.
Ein weiterer Schwerpunkt für die Wichtigkeit der Marxheimer Turnhalle ist, dass hier seit Jahren die Grundschüler der Marxheimer Schule ihre Sportstunden abhalten. Auch die
Kindergartenkinder von der Gemeinde St. Georg kommen regelmäßig zum Turnen. Somit ist unserer Halle die ganze Woche, von morgens bis abends, voll ausgelastet.
Der Vorstand der TSG wird auch weiterhin bestrebt sein, ohne öffentliche Gelder
(außer den in den städtischen Richtlinien festgelegten Zuschüssen), dass Vereinseigentum zu hegen und zu pflegen, damit unsere Kinder und Kindeskinder weiterhin einen Nutzen davon haben.
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